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13.05.2009

Einlass 20 Uhr

Beginn 20.30 Uhr



AK: 5 €
 

Singer/Songwriter aus Stockholm

The Late Call

Das Aktuelle Album Leaving Notes ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass eine jahrelange Fernbeziehung ihre Spuren hinterlässt. Leaving Notes ist auch ein Beweis dafür, dass man nicht viel mehr als ein paar akustische Instrumente und gute Songs braucht, um ein umwerfend brilliantes Popalbum zu machen. Beim Warten auf die Anrufe der Freundin am späten Abend scheint der Stockholmer Singer/Songwriter Johannes Mayer, der unter dem Namen THE LATE CALL auftritt, des Öfteren zur Gitarre gegriffen zu haben. Jedenfalls wird man direkt durch die ersten Klänge in eine ganz eigene Stimmung reingezogen, von der man geradezu spürt, dass sie nicht am Reißbrett einer Hitschmiede konstruiert wurde. Dieses Gefühl ist echt und lässt einen auf der gesamten Albumlänge nicht mehr los. Eine Intimität und Gänsehautstimmung, die man sonst nur von Nick Drake, Damien Rice oder José Gonzalez gewohnt ist. Die elf Songs schaffen es, dieses bittersüße Gefühl zwischen Abschied, Aufbrechen und Ankommen zu vermitteln, das der 27-Jährige nur allzu genau kennt.
 

Bei den Aufnahmen wurden bewusst nur akustische Instrumente verwendet. "Thinking What To Say" wird von einem Vibraphon getragen, während im Hintergrund ein altes Klavier eine dieser Melodien spielt, die man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Gefestigt werden die Songs oft durch Akkordeon und Harmonium. Zarte Streicherarrangements wie auf "Cards On The Table" oder "The Summertime" bringen dem Hörer eine entrückte Schönheit vor Augen und Ohren, die ihres gleichen sucht.
 

Leaving Notes klingt wie ein Manifest gegen postmoderne Samstag-Abend-Unterhaltung und ist ein seltenes, eigenständiges Stück Musikerglück.