Fr

02.01.2009

Einlass 21 Uhr

Beginn 21.30 Uhr



AK: 7 € inkl. Disko
 

Odessa-Beats

Ganef

Anschließend ab circa 23.30 Uhr Disko: Volkstanzkomitee
Infos dazu gibt es hier
 

"Odessa Beats", so nennt man die Klänge, die der Musik aus den Gangsterfilmen der zwanziger Jahre ähneln. GANEF, der Sieger des Singer-Songwriter-Contest Rhein-Main 2007, steht mit unverkennbaren Schnauzer Schiebermütze auf die Bühne und stimmt aus voller Seele mit verrauchter Stimme die selbstgedichtete Chansons in Deutsch mit Einschlägen des Jiddischen und des Rotwelschs (Unterweltsprache der 20iger Jahre) an. Sein Charme und der temporeiche, charismatische Sound seiner zwölfsaitigen Gitarre nehmen das Publikum sofort gefangen. Ganz zu schweigen von dem Rest der BANDe: Henning Strauch - Geige, Thomas Schilling - Kontrabass, Ben Schütz - Schlagzeug.
 

Das Programm ist beeinflusst von Klassikern des Straßenliedes und entfernt sich recht deutlich von den Originalen. Beim GANEF gesellen sich jiddische Klezmermusik, Jazz und eine Prise Zigeunerfolk zueinander. Er bezeichnet seine Musik als Odessa Beat, denn die gleichnamige Stadt am Schwarzen Meer ist stark jüdisch geprägt und eines der Zentren der Klezmermusik in Osteuropa. Zigeunerfolk, Jazz und Klezmer klingen bei ihm jedoch schmutziger und auf eine gewisse Art verkommener als bei vielen deutschen Klezmer-Interpreten. Authentischer geht es kaum, GANEF ist in Odessa geboren und mit den Straßenliedern der Odessa-Beats aufgewachsen.
 

Die Musik entführt atmosphärisch in verrauchte Spelunken, ins Ganovenambiente und in eine eigentümliche Szenerie aus Ausgelassenheit und Schwermut. Zu den schnell gespielten Verbrecherschnulzen und den nostalgisch melancholischen Ganoventangos fehlen nur noch ein Gläschen Wodka und die selbstgedrehte Zigarette, schon ist die Gangsterromantik perfekt.